Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Objekte zu schaffen. Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen und den eigenen Platz zu finden.
Benutzungsoberfläche
Von Dateibetrachtern bis zu komplexen Datenbanken
Damit die digitalisierten Daten benutzerfreundlich angezeigt und durchsucht werden können, erhalten sie eine Benutzungsoberfläche. Die Spannbreite reicht hier von einfachen Dateibetrachtern bis zu komplexen Datenbanken.
In der Praxis haben sich einige wenige Programmtypen durchgesetzt:
1. Digitale Bibliotheken (Images)
Bei Image-Digitalisierungen kommen meist sogenannte Page-Turner zum Einsatz. Viele Programme erlauben ein lineares Blättern durch die Seiten (DFG-ViewerMit dem DFG-Viewer können sehr einfach image-digitalisierte Bücher online angezeigt werden. Voraussetzung ist eine METS-Datei mit Metadaten.), können einen Inhaltsbaum anzeigen (METSviewMit METSview können sehr einfach image-digitalisierte Bücher online gestellt werden. Ein vorhandenes Inhaltsverzeichnis wird als Baumstruktur angezeigt und (meist kapitelweise) mit den dazugehörigen Images verlinkt. Voraussetzung ist eine METS-Datei mit Metadaten.) oder erlauben eine Volltextsuche über eine eventuell hinterlegte Roh-OCROCR (Optical Character Recognition) ist die automatische Umwandlung von Bilddaten in Volltext. Da die rein optische Zeichenerkennung relativ fehlerträchtig ist, wird sie in der Regel durch verschiedene statistische und linguistische Verfahren zur Fehlerkorrektur ergänzt, z.B. ICR (Intelligent Character Recognition). (Libreka). Auch bei Image-Digitalisierungen sollte eine bandübergreifende Suchfunktion für MetadatenAls Metadaten oder Metainformationen werden allgemein Daten über andere Daten bezeichnet. Im Umfeld von Digitalisierungsprojekten sind damit meist Angaben über die Vorlagen (wie Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Seitenzahl) oder die Digitalisate (Auflösung, Farbprofil) gemeint. (wie Autor und Titel) vorhanden sein.
2. Digitale Bibliotheken (Volltext)
Bei Volltext-Bibliotheken sind zwei Software-Gruppen von Bedeutung. Einerseits gibt es spezielle Anwendungsprogramme, die oft über umfangreiche Recherche-, Markierungs- und Annotationsfunktionen verfügen. Ein Beispiel ist die Software der Digitalen Bibliothek der Directmedia Publishing GmbH. Andererseits haben browserbasierte Online-Bibliotheken eine große Bedeutung. Auch hier reicht die Bandbreite von einfachen Textverzeichnissen (Projekt Lyriktheorie) bis zu extra programmierten Anwendungen, die spezielle Funktionen ermöglichen (Krünitz Online).
3. Bibliotheks-Kataloge (IPACEin IPAC (kurz für Image Public Access Catalogue) entsteht durch die Imagedigitalisierung eines klassischen Zettelkataloges. Oft wird ein Index, z.B. jeder 50. Karte, angelegt und eine Roh-OCR für die Volltextsuche hinterlegt./OPACEin OPAC (kurz für Online Public Access Catalogue ist einen öffentlich (meist auch über das Internet) zugänglicher digitaler Bibliothekskatalog. Er ermöglicht die Volltextsuche, auch eingeschränkt auf Felder wie Autor und Titel, und ist oft mit einer Bestellfunktion versehen.)
In den Anfangsjahren der RetrodigitalisierungRetrodigitalisierung oder Retrospektive Digitalisierung ist die Digitalisierung analoger Medien, z.B. Bücher, Zeitschriften oder Tonträger. wurden viele Zettelkataloge als Images mit hinterlegter Roh-OCR digitalisiert. Die entsprechenden Kataloge im Internet (IPAC – Image Public Access Catalogue) können Bild für Bild oder in Sprüngen durchgesehen werden, oft gibt es einen Index für jede 50. Karte oder eine Volltextsuche über die Roh-OCR.
Heute haben viele Bibliotheken eine Software, um ihre Medien zu verwalten. Im Volltext digitalisierte und strukturierte Zettelkataloge werden in diese Programme importiert. Meist gibt es ein Software-Modul, dass eine Recherche in der Datenbank, die Bestellung von Medien usw. über das Internet ermöglicht. (OPAC – Online Public Access Catalogue).
4. Findmittel im Archiv
Größere Archive verwalten ihre Bestände meist mit einer Archivsoftware (z.B. scopeArchiv, Augias, FAUST oder VERA). Diese kann digitalisierte Findmittel importieren sowie gedruckte und Online-Findbücher exportieren. Weit verbreitet sind auch reine Findbuch-Editoren wie MidosaXMLMidosaXML ist ein kostengünstiger Editor für gedruckte und Online-Findmittel. Er wurde von der Archivschule Marburg und der Startext GmbH entwickelt. MidosaXML unterstützt neben nativen XML- und Datenbankformaten auch EAD. oder MEXMEX (Akronym für Midosa-Editor für XML-Standards) ist ein freier Editor für EAD-, EAC- und METS-basierte Findmittel und Aktensammlungen. Er ermöglicht die besonders einfache Erstellung von Online-Präsentationen., die Daten importieren und Findbücher exportieren können. In Online-Findbüchern ist eine Volltextsuche möglich, und in der Regel sind auch Vorwort, Einleitung, Index und Abkürzungsverzeichnis verfügbar.
