Imagedigitalisierung

ImagedigitalisierungDigitalisierung von Vorlagen als Bild, z.B. durch Scannen oder Digitalfotographie, im Unterschied zur Volltextdigitalisierung. ist vergleichbar mit der Digitalisierung bei privaten Anwendern. Hierbei werden die einzelnen Objekte wie z.B. Buchseiten, Zeitschriften, Fotos usw. mittels Digitalkamera oder Scanner abgelichtet. Für einfache Anwendungen und als Vorstufe für die VolltextdigitalisierungDigitalisierung von Textvorlagen als Text, z.B. durch OCR oder Abschreiben, im Unterschied zur Imagedigitalisierung. reichen oft Schwarz-Weiß- oder Graustufenbilder aus. Mit sinkenden Preisen für Speichermedien und wachsender Leistungsfähigkeit der Technik haben sich aber farbige Bilder weitgehend durchgesetzt.

Bei künstlerisch wertvollen oder historischen Vorlagen ist es wichtig, dass die Ergebnisse in Hinblick auf Lesbarkeit und Aussehen dem Original entsprechen. Die Digitalisate werden deshalb in solchen Fällen farbverbindlich aufgenommen und eventuell mit einer genormten Farbtafel (sog. TestchartEin Testchart ist eine Tafel mit genau definierten grauen und farbigen Flächen. Wird sie bei der Imagedigitalisierung mit aufgenommen, hat man im Digitalisat einen Anhaltspunkt für die Farbigkeit der Vorlage. An Hand genormter Testchart können Farbprofile errechnet werden.) versehen. Anhand eines Farbprofils kann stets die originale Farbigkeit rekonstruiert werden.

Das Ausgabeformat für die digitalen Master-Dateien ist in der Regel TIFFTIFF (Tagged Image File Format) ist ein weit verbreitetes und sehr flexibles Dateiformat für Bilddaten. Bei Digitalisierungsprojekten wird es oft für unkomprimierte oder verlustfrei komprimierte Master-Dateien benutzt.. Für Internet, Offline-Ausgaben auf DVD-ROM oder andere Anwendungen werden aus den Master-Dateien meist niedriger aufgelöste Versionen abgeleitet, etwa JPEGs für eine Web-Vorschau.

Abbildung: Gegenüberstellung von Schwarz-Weiß-Bild (links), Graustufenbild (Mitte) und Farbbild (rechts).